Das muß ich mal loswerden!

Absonderungen beim Menschen / von HP Tanja Radigk
Jeder von uns kennt die Symptome - die Nase läuft, der Schweiß rinnt oder ein Durchfall meldet sich. Absonderungen des menschlichen Körpers. Ganz normal und doch sehr oft unangenehm. Das soll schnell aufhören, so der Gedanken, der sich schnell aufdrängt.
Es handelt sich hierbei aber um eine gesunde Reaktion des Körpers, die möglichst nicht unterbrochen werden sollte. Der Körper kann sich selbst helfen. Ja, auch mit Durchfall. Denn bestimmte Ausscheidungen helfen dem Körper sich zu entlasten und ein normales Gleichgewicht herzustellen. Genauso ist das auch mit der Menstruation. Diese kommt (hoffentlich) pünktlich alle vier Wochen und hilft dem weiblichen Körper, sich zu entlasten und stellt an sich schon eine Ausscheidungsreaktion dar. Man könnte auch Entgiftung dazu sagen. Denn der Körper bringt hier alles nach außen, was er nicht mehr braucht. So der Gedanke des Erfinders. Nun haben aber andere auch etwas erfunden und das sind Medikamente oder andere unterstützende Maßnahmen, um diese und andere Ausscheidungen zu unterdrücken. Dann wird schnell Fieber, ein Hautausschlag, ein Erbrechen, die Periode oder anderes einfach so unterdrückt. Diese Eingriffe in unseren Organismus können schwere Leiden und Krankheiten nach sich ziehen. Der Körper wurde seiner Selbstregulation beraubt und sucht nun nach einem anderen Ausweg. Hier wird die Lebenskraft gestört und es können Reaktionen folgen, die auch unangenehm sind. Durch die Unterdrückung der Periode durch Pille oder Hormonspirale treten nicht selten Hautauschläge, Kopfschmerzen, hoher Blutdruck, Krampfadern, Leberbeschwerden, usw., auf. Zu lesen in dem Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes. Diese Nebenwirkungen können dann den Patienten lange begleiten. Manchmal sogar länger als ein Medikament eingenommen wird. Bei jedem Patienten kann die Art der Unterdrückung anders verlaufen. Die Homöopathen sprechen dann von einem Unterdrückungssyndrom. Je nach Veranlagung, oder besser miasmatischer Veranlagung und Voraussetzung, bekommen die Patienten unterschiedliche Beschwerden. Jeder Körper antwortet mit den Möglichkeiten, die er als Ausgleich zur Verfügung hat. So können durch miasmatische Veranlagung völlig unterschiedliche Krankheitsbilder entstehen. Von Abgeschlagenheit, über Müdigkeit und unbestimmten Krankheitsgefühl – bis hin zu schweren Krankheitsbildern.
Der Körper kann seine miasmatische Belastung in gewissem Ausmaß durch Ausscheidungen selbst regulieren. Er versucht Symptome an weniger wichtigen Körperregionen zu bilden (z.B. Hautausschläge), hilft sich im Inneren selbst und schützt sich so vor schweren Leiden. Zum Beispiel wurde noch niemand durch eine Fieberunterdrückung schneller gesund. Diese Ausscheidungsreaktionen sind äußere Anzeiger von inneren Störungen. Vertreibe ich diese von Haut und Schleimhäuten, zieht sich die Krankheit ins Innere zurück und macht andere Symptome. Das Problem ist nicht weg – es ist nur an einer anderen Stelle.
Dies gilt für akute und chronische Krankheiten!
Viele Krankheiten stellen sich erst nach den Wechseljahren ein. Nun hat der Körper eine „Entgiftungsmöglichkeit“ verloren und so stellen sich eher mal chronische Krankheiten ein. Häufig kommt es zu Hitzewallungen und Schweiß (ja, das ist normal und gewollt). Wird auch hier wieder ein Riegel vorgeschoben, hat der Körper ein Problem und macht neue Symptome.
Man sollte die Periode und andere Ausscheidungen als gut und normal ansehen und auch so behandeln. Der Körper bringt sich dadurch selbst in ein Gleichgewicht. Jede Periodenveränderung o.ä. sollte daher genau überprüft werden und mit entsprechender Sorgfalt behandelt werden. Je nach Patient und Miasma. Um ein harmonisches Miteinander zu garantieren.
In seinem Buch „Homöopathik“ schreibt Gerhard Risch in einem ganzen Kapitel über die Unterdrückung und ihre Folgen. Ein schönes Buch – auch für Laien.