Iatrogene Krankheiten bei Tieren

Künstliche Krankheiten - häufig die Folge von Medikamenten / von Tierheilpraktikerin Christine Stroop
Iatrogene Erkrankungen sind künstliche und keine natürlichen Krankheiten. Es handelt sich um Erkrankungen, die durch Diagnostik, verschiedenste Therapien, Prophylaxen, Impfungen (Vakzinose ist ein iatrogenes Miasma), Bestrahlungen, Chemotherapie, Antibiotika, Cortison, Immunsuppressiva, Schmerzmittel, Alltags – und Umweltgifte, Hormone, Schwermetalle, Insektizide, Vitaminabusus etc. hervorrufen werden können.
Diese iatrogenen Erkrankungen werden in der Regel als Nebenwirkungen oder Vergiftungen bezeichnet, um dann häufig wieder mit anderen Mitteln behandelt zu werden, die auch wieder Nebenwirkungen, also iatrogene Erkrankungen zur Folge haben können.
Oft werden diese Erscheinungen auch mit einem eigenen Krankheitsnamen belegt und sogar als Mangelerscheinungen ausgegeben.
Manchmal kann sich die Lebenskraft nach dem Absetzen der auslösenden Stoffe oder wenn kein Kontakt mehr zu dem Gift besteht, erholen. Häufig müssen die Folgen aber doch homöopathisch behandelt werden.
Die bei Tieren mit am häufigsten zu beobachtende iatrogene Erkrankungen sind die fast immer auftretenden Magen- und Darmprobleme nach Antibiotikagabe. Auch Hauterkrankungen, Fieber, allergische Reaktionen oder Haarausfall nach Impfungen sind häufig zu beobachtende iatrogene Erkrankungen.
Da das Auftreten dieser Folgen auch noch nach Wochen oder Monaten erfolgen kann, wird ein Zusammenhang nicht immer erkannt. Behandeln wir nun ein Tier parallel zur schulmedizinischen Behandlung, kann das ursprüngliche Bild der Krankheit verfälscht sein. Wir können nicht immer sicher unterscheiden, welche Symptome zur Krankheit gehören und welche iatrogen verursacht sind.
Iatrogenen Schädigungen können jedoch nicht nur erworben, sondern auch vererbt werden. Viele toxische Stoffe können das Erbgut verändern. Strahlenbelastungen durch häufiges Röntgen und auch einige Medikamente stehen im Verdacht mutagen zu sein.
Die homöopathische Behandlung iatrogener Krankheiten ist die Behandlung der Folgen von Giften und den daraus resultierenden Vergiftungen, der Folgen von Impfungen etc.
Die Heilung der iatrogenen Erkrankungen muss sich wie jede homöopathische Behandlung an den Symptomen orientieren.
Für die Heilung von Folgen Medikamenten, Impfungen und Umweltgiften kann auch die Tautopathie zum Einsatz kommen. Tauto heißt identisch. Der krankheitsauslösende Stoff wird homöopathisch aufbereitet und als Heilmittel eingesetzt.
Die Tautopathie kann so als Antidot gegen Folgen von chemischen oder allopathischen Stoffen eingesetzt werden.
Auch wenn einige homöopathische Mittel spezifisch sind für die Folgen von fast allen Medikamenten sind, weil sie fast alle vorhandenen Symptome abdecken, darf man nicht in ein Schema verfallen, sondern sollte stets das ähnlichste, am besten passendste homöopathische Heilmittel individuell nach den vorhandenen Symptom wählen. Wo möglich, sollten laufende Therapieformen durch erträglichere und weniger schädliche ersetzt werden.