Schweres Erbe Infektion

Der Einfluß von Krankheiten auf das Erbgut / von Dr. med. Sybille Freund
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft haben Infektionskrankheiten keinen Einfluss auf das Erbgut.
Homöopathen sehen das ganz anders und das hat folgende Gründe: Erstens gibt es die Homöopathie schon seit über 200 Jahren, in denen viel Zeit zum Beobachten und Forschen war. Zweitens behandelt ein Homöopath nicht einfach die derzeit bestehenden Symptome, sondern er muss alles vom Patienten wissen, selbst die Krankheiten der Vorfahren. Durch diese langfristigen Beobachtungen einzelner Patienten wie auch ganzer Generationen hat sich ein enormes Wissen angesammelt. Es stellte sich heraus, dass manche Infektionskrankheiten sehr wohl Einfluss auf das Erbgut haben. Das kann sogar soweit gehen, dass ein Homöopath vom Zustand des Patienten auf die Erkrankungen der Eltern oder Großeltern schließen kann.

Spuren im Erbgut
Was bedeutet es, dass bestimmte Infektionskrankheiten Einfluss auf das Erbgut haben können? Diese Infektionskrankheiten werden nicht als ansteckende Krankheiten vererbt. Es ist vielmehr so, dass sie Spuren im Erbgut hinterlassen können, die sich in Form von Erkrankungen und körperlichen oder psychischen Auffälligkeiten der nächsten Generation zeigen können. Diese speziellen Infektionskrankheiten können ihre Spuren auch im Erbgut hinterlassen, wenn sie schulmedizinisch (z.B. mit Antibiotika) behandelt wurden. Dieser Sachverhalt war schon früheren Schulmedizinern wie Fournier et al. bekannt. Werden diese besonderen Infektionskrankheiten dagegen homöopathisch geheilt, hinterlassen sie bei der folgenden Generationen keinen Ballast. Auch eine homöopathische Nachbehandlung bereits schulmedizinsch behandelter Fälle ist durchaus möglich.


Praktische Beispiele:
Gab es bei den Eltern oder Großeltern Diphtherie, können in der Generation des Patienten z.B. Lähmungen auftreten.
Tuberkulose in der Familie kann dazu führen, dass die nächste Generation häufiger unter Bronchitis oder Lungenentzündung leidet. Hier kann sich in der Folge-Generation auch ein Diabetes, Schilddrüsenstörungen o.ä. entwickeln. Typischerweise sind die Patienten hochgewachsen und haben schmale Gesichter. Sie neigen eher dazu dünn zu sein als dick.
Eine Malaria-Erkrankung kann in der nächsten Generation zu Neuralgien führen.
Syphilis der Eltern kann bei den Kindern für Missbildungen verantwortlich sein. Man kann allerdings nicht darauf schließen, dass Kinder, die Missbildungen haben von Eltern stammen, die Syphilis hatten. Dafür kann es auch andere Gründe geben, die man im Studium der Homöopathie erfährt.
Dies sind nur einzelne Beispiele eines großen Wissensschatzes, der sich über zwei Jahrhunderte entwickelt hat. Er dient dem Homöopathen dazu, den Pool von mehr als 3000 homöopathischen Arzneien eingrenzen zu können und dem passenden Mittel näher zu kommen.
Wichtig für Patienten und interessierte Laien ist, dass sie wissen, dass Erkrankungen der Vorfahren für sie sehr wichtig sein können, denn dieses Wissen stellt eine Säule der homöopathischen Therapie dar. So kann der Therapeut Lähmungen eines Patienten dessen Vater Diphtherie hatte möglicherweise heilen. Neuralgien, die auf eine Malaria in der vorherigen Generation zurückzuführen sind, können in Angriff genommen werden.
Fehlt dieses Wissen bei Adoptivkindern, kann der erfahrene Homöopath sich an körperlichen Auffälligkeiten orientieren.
Möglicherweise verstehen Sie jetzt besser, weshalb Ihr Therapeut/Ihre Therapeutin sämtliche Erkrankungen Ihrer Verwandten erfahren möchte und vielleicht sollten Sie sich heute Abend bei einer Tasse Tee oder einem Glas Wein Ihren Vorfahren widmen.