Schützen Antibiotika vor Komplikationen bei Streptokokken-Angina?

Behandlung von Angina - schulmedizinisch und miasmatisch
Wer kennt das nicht: das Kind hat Schluckbeschwerden, man geht zum Kinderarzt oder Hausarzt und dieser diagnostiziert mittels Rachenabstrich Streptokokken. Jetzt ist die Frage groß: Gebe ich das verordnete Antibiotikum oder nicht?! Denn: die Angst ist groß vor den so häufig beschriebenen Komplikationen wie Nierenentzündung oder rheumatisches Fieber.
Aber schützen denn Antibiotika überhaupt vor diesen Komplikationen?
Zunächst muss bemerkt werden, dass es 6% bis 40% gesunde Träger von A-Streptokokken gibt; d.h. bei diesen Menschen findet man zwar Streptokokken im Abstrich, sie sind jedoch nicht daran erkrankt. Die Mehrzahl von Halsentzündungen wird durch Viren hervorgerufen (gegen die Antibiotika bekanntermaßen wirkungslos sind). D.h. bekommt ein chronischer Streptokokkenträger eine Halsentzündung, die durch Viren hervor gerufen wird und wird per Test auf Streptokokken getestet, findet man diese selbstverständlich im Test und er bekommt dann meist ein Antibiotikum verschrieben, was natürlich nicht von Nutzen ist.
Und rein von der Symptomatik lassen sich Halsentzündungen durch A-Streptokokken nicht sicher von Entzündungen anderer Erreger unterscheiden.

Was ist nun mit den Komplikationen einer echten Streptokokken-Angina?
Man hat in Untersuchungen festgestellt, dass bei Kindern die Anwendung von Antibiotika bei Streptokokken nicht zu einer Verringerung der Beschwerdedauer führt.
Eine Komplikation der Streptokokkenangina ist das rheumatische Fieber. Seit Ende der 20er Jahre ist die Häufigkeit in den westlichen Industrienationen stetig gesunken; besonders ausgeprägt nach Ende des 2. Weltkriegs. Für die Abnahme werden vor allem veränderte Lebens- und Wohnverhältnisse (bessere Hygiene, weniger beengte Unterkünfte, bessere Ernährung u.a.) verantwortlich gemacht. Der Einführung der Antibiotika wird dagegen eine geringe Rolle zugeschrieben.
Eine weitere Komplikation stellt die Poststreptokokken-Glomerulonephritis (eine Form der Nierenentzündung nach Streptokokken) dar. Sie kommt häufiger nach Infektionen der Haut mit A-Streptokokken vor. Dass eine antibiotische Behandlung von Halsentzündungen die Häufigkeit der Nierenerkrankungen beeinflusst, ist nicht belegt.

Was kann man tun?
Die Homöopathie biete eine Möglichkeit, bei Hals- oder Mandelentzündungen auf sanfte Weise zu helfen. Aber das eine homöopathische Mittel gegen Mandelentzündung gibt es natürlich nicht. Man muss sich die Symptome des Erkrankten genau anschauen und das am besten passende homöopathische Mittel für ihn heraus suchen, welches dann auf schnellem Weg zur Heilung führen wird. Die Homöopathie macht hierbei keinen Unterschied zwischen Streptokokken, Viren oder anderen Erregern. Wichtig sind die individuellen Symptome des Erkrankten. Treten solche Erkrankungen immer wieder bei dem gleichen Patienten auf, sollte eine chronische homöopathische Kur folgen, bei der dann die Gesamtheit aller Symptome des Menschen und die erblichen Erkrankungen aufgenommen werden und die Ursache für das Immer-Wiederauftreten gesucht und gezielt behandelt wird.