Wenn Schnuffi Sorgen hat

Das Gefühlsleben der Haustiere / von Tierheilpraktikerin Christine Stroop
Was Tierhalter schon lange wussten, hat sich zum Glück in den letzten Jahren auch in der Wissenschaft herumgesprochen und wird nun sehr intensiv erforscht. Tiere haben Gefühle!
Tiere haben sogar ein sehr reiches Gefühlsleben. Man hat herausgefunden, daß Säugetiere die gleichen, für Gefühle wichtigen neurochemische Strukturen und neurochemischen Bahnen im limbischen System haben wie wir Menschen.
Kein Wunder also, daß Forschungsergebnisse der kognitiven Ethologie (Verhaltensforschung) und der sozialen Neurowissenschaften nun zu erstaunlichen Ergebnissen kommen, die der eine oder andere Tierfreund schon lange vermutet hat.
Da wurde z.b. festgestellt, daß Mäuse mitfühlende Nagetiere sind, die stärker auf Schmerzreize reagieren, wenn sie vorher Artgenossen beobachtet haben, die Schmerzen erlitten. Die Forschung ist auf empfindungsfähige Fische, verliebte Elefanten und vergnügungssüchtige Leguane gestoßen.
Schauen wir uns die Gesichter, die Augen, den Körper und die Schwänze unserer Haustiere an, dann können wir klar erkennen, wie unsere Lieblinge recht deutlich Freude, Liebe, Kummer und Zufriedenheit ausdrücken, aber auch Angst, Aggression und Unwohlsein zu zeigen vermögen.
Genau aus diesem Grund können Tiere, genau wie wir Menschen, buchstäblich vor Kummer krank werden.
Ein großer Kummer für Tiere ist, wie bei uns Menschen, der Verlust einer geliebten Bezugsperson. Gibt es in einer Familie mehrere Haustiere und stirbt eines dieser Tiere, so trauern nicht nur die Menschen, sondern man kann oft sehr deutlich sehen, wie die anderen Tiere ebenfalls traurig sind.
Angefangen von ziellosem Umherlaufen über das Suchen des verstorbenen Tieres bis hin zur Futterverweigerung und Apathie, ja gar zur Depression können die Symptome reichen.
Stirbt Herrchen oder Frauchen, so ist es sogar schon vorgekommen, daß ein gesunder Hund oder eine gesunde Katze kurz darauf ebenfalls gestorben sind. „Das Tier ist an gebrochenem Herzen gestorben“ oder „vor Kummer eingegangen“, heißt es dann oft. Hier kann eine klassische homöopathische Behandlung allen Betroffenen helfen, besser mit der Trauer über den Verlust umzugehen.
Aber auch eine kurzzeitig Trennung eines Tieres von seinen Menschen und seiner gewohnten Umgebung kann zu Problemen und Kummersymptomen führen. Ein Tier kann nicht verstehen, daß es nach ein paar Tagen aus der Pension, in der es vorübergehend untergebracht wurde, wieder abgeholt wird. Es versteht auch nicht, daß ein verreistes Familienmitglied bald wieder da ist. Das Tier wird sich in solchen Situationen verlassen fühlen und trauert über den vermeintlichen Verlust seiner Bezugsperson. Auch hier hilft eine klassisch homöopathische Behandlung über den Kummer hinweg.