Kinder, Kinder: Der Sinn von Kinderkrankheiten

Genetische Bedeutung von Erkrankungen für die kindliche Entwicklung
Kinderkrankheiten haben einen Sinn. Sie dienen als Update der Erbinformation. Was soll das bedeuten? In der Praxis sieht man immer wieder, dass Kinder nach dem Durchlaufen einer Kinderkrankheit Entwicklungsschübe machen oder plötzlich Fertigkeiten entwickeln, mit denen sie vorher Probleme hatten. Wie neuere Ergebnisse aus der Forschung zeigen, wirken Gene wie Straßenschilder. Sie werden im Mutterleib „eingestellt“ und behalten fortan diese Einstellung. D.h., wenn z.B. ein Embryo in einer Mutter heranwächst, die viele Nährstoffe erhält und besten Bedingungen ausgesetzt ist, wird er sich auf diese Situation einstellen und möglicherweise später eher groß und kräftiger werden als ein Embryo, der in einer Mutter heranwächst, die unter Mangelbedingungen schwanger ist.
Die Gene sind also nicht starr und produzieren ein Ergebnis, sondern sie besitzen eine gewisse Beweglichkeit. Kinderkrankheiten sind natürliche Steuerungsmechanismen für „nicht gut eingesetellte“ Gene, sie können Korrekturen herbeiführen.
Jede Kinderkrankheit kann man einem Miasma zuordnen (s. www.dgmh.org), das durch sie korrigiert wird. So gehört zum Beispiel Mumps zum syphilitischen Miasma.
Fallbeispiel: Ein gegen Mumps geimpftes Kind bekam Mumps auf der rechten Seite. Als die Krankheit fast vorüber war, bewegte sich plötzlich die rechte Pupille nicht mehr. Sie war weit und wurde nicht mehr eng („Pupillotonie“). Die Pupillotonie gehört zum Krankheitsbild der Syphilis, worin sich zeigt, dass die Zurodnung Mumps - syphilitisches Miasma stimmt. Dem Kind wurde Mercurius solubilis (eine „hochsypilitische Arznei“) gegeben, wodurch die Pupillotonie am nächsten Tag verschwunden war.
Dieser Fall zeigt, dass die Kinderkrankheiten tatsächlich Miasmen zuzuordnen sind. Keuchhusten gehört zur Tuberkulinie, Windpocken zur Sykose, Dreitagefieber zur Psora, Masern zur Tuberkulinie und so weiter.
Dies bedeutet, dass
• Kinderkrankheiten eine Chance für eine Entwicklungsverbesserung darstellen.
• wir durch die miasmatischen Kenntnisse passende homöopathische Mittel finden können, falls Komplikationen auftreten.
• Kinder sich nur anstecken, wenn das jeweilige Miasma bei ihnen aktiv ist. Dies erklärt, warum manche Kinder sich anstecken und manche nicht.
Wichtig ist allerdings, dass die Kinderkrankheit möglichst ohne äußere Eingriffe durchlaufen wird, d.h. möglichst keine fiebersenkenden Medikamente, damit die körpereigenen Waffen nicht lahmgelegt werden (Fieber steigert den Stoffwechsel und somit den Abbau von Bakterien und Viren) und keine Ausschläge unterdrücken (die Haut ist ein sehr wichtiges Ausscheidungsorgan).
Falls der Patient zu sehr leidet oder bei Unklarheiten sollte ein Therapeut zu Rate gezogen werden.