Die Schwangerschaft in Zeiten der Schweinegrippe

Was tun als Schwangere in diesen Tagen? / von Dr. med. Sybille Freund
Frauen, die im Herbst 2009 schwanger sind, haben es sicher nicht leicht. Die einen sprechen davon, dass sie Risikopatienten seien, die anderen warnen vor der Impfung. Da fragt man sich als Schwangere vielleicht: wähle ich jetzt Pest oder Cholera?
Letztenende muss man leider doch viel Recherche betreiben und überall nachlesen und nachfragen, wie der Stand der Dinge ist, um sich ein Bild zu machen. Man kommt um diese Arbeit nicht herum, wenn einem die eigene Gesundheit wichtig ist. Und natürlich hat man dann immer wieder das Gefühl, man säße zwischen den Stühlen. Was man macht, macht man falsch.
Herr Dr. Hartmann hat in seinem Artikel vorgeschlagen, auf einen thiomersalfreien Impfstoff zu bestehen, wenn man denn geimpft werden möchte.
Dazu möchte ich noch beitragen, dass Pandemrix in der Schweiz für Schwangere noch nicht zugelassen ist. Swissmedic schreibt: „Es liegen für Pandemrix vor allem Daten für Erwachsene vor, jedoch noch keine Daten für Schwangere und nur wenige für Kinder. Swissmedic hat deshalb die Anwendung von Pandemrix für Schwangere,  Kinder unter 18 Jahren und Erwachsene über 60 Jahre noch nicht zugelassen.“
Informationen zu Pandemrix und den Einschränkungen

Einen kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont gibt es für diejenigen, die Angst vor der “Schweinegrippe” haben: Homöopathen kennen bei der Behandlung von Epidemien den sogenannten „Genius epidemicus“. Im Klinischen Wörterbuch von Otto Dornblüth steht: „Genius epidemicus: der vorwaltende Charakter der zurzeit herrschenden Krankheit.“ Das beschreibt in kurzen Worten ganz gut, was Homöopathen damit meinen: die herrschende Krankheit hat Symptome, die man in der ein oder anderen Form bei immer der gleichen Arznei wiederfindet. Über den Genius epidemicus findet man also ein homöopathische Arznei (oder auch mal 2-3 Arzneien), das bei einer Epidemie besonders häufig eingesetzt wird, weil die meisten der Betroffenen Beschwerden haben, die dem Mittelbild der Arznei entsprechen. Ein Mittelbild ergibt sich aus der sog. Arzneimittelprüfung (weitere Informationen hierzu finden Sie im Newsletter vom September 2007).


Wenn man sich mit Kollegen unterhält, stellt man fest, dass die ein oder andere Arznei besonders häufig gegeben wird und man seinen Patienten so schneller helfen kann. So auch dieses Jahr mit der “Schweinegrippe”. Diese Arznei kann – so die Erfahrungen bisher – den Krankheitsverlauf deutlich abkürzen und abmildern. Genaueres erfragen Sie bitte bei Ihrem Therapeuten.