Tierisch alt!

Wenn Haustiere zu Senioren werden / von Tier-HP Christine Stroop

Die Lebenszeit unserer Haustiere ist in der Regel um ein vielfaches kürzer als unsere eigene Lebenszeit.
Können wir Menschen 80 Jahre und älter werden, so werden z.b. Hund in der Regel um die 10 bis 12 Jahre alt. Große Rassen wie Deutsche Doggen oder Irische Wolfshunde erreichen häufig nur das 7. oder 8. Lebensjahr. Kleinhunderassen wie Zwergpudel, Dackel, Pinscher und Co werden nicht selten 14 oder 15 Jahre alt und sogar noch älter. Katzen werden in der Regel etwas älter wie Hunde. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt um die 12 bis 14 Jahre. Nicht selten werden Katzen über 15 Jahre alt. Die Lebenserwartung eines Hamsters liegt bei ca. 2 nis 4 Jahren, die eines Papageien um die 80 Jahre.
So verschieden auch die Lebenserwartung unserer tierischen Hausgenossen ist, gegen Ende der Lebenszeit beginnt unweigerlich für alle das Altern.
Unsere Tiere bekommen keine Falten und rein äußerlich sehen wir oft erst recht spät, dass unser Liebling alt geworden ist. Der Geschlechtstrieb bleibt bis ins hohe Alter erhalten und viele Hunde und Katzen sind im Alter noch recht verspielt. Je nach Tierart und Rasse kann der Alterungsprozess ganz unterschiedlich verlaufen.
Ganz unmerklich findet ein langsames Ergrauen, meist im Schnauzenbereich und manchmal auch an den Pfoten statt. Die Aktivität nimmt ganz langsam und allmählich ab. Die Sinne lassen nach.
Mit fortschreitendem Alter werden die Augen und Ohren schlechter. Spannenderweise bleibt der Geruchssinn in der Regel bis ins hohe Alter erhalten. Nasentiere wie der Hund haben keine Probleme, wenn sie nicht mehr gut sehen oder Hören, solange die Nase noch Ihren Dienst tut.
Die Bewegungen werden steifer, dies fällt besonders beim aufstehen auf. Das Laufen fällt schwerer, die Tiere werden langsamer, die Orientierung lässt nach. Die Tiere ruhen öfter und länger und schlafen mehr.
Manche Tiere werden im Alter dick, andere dürr und knochig. So geht es den Tieren ähnlich wie den Menschen im Alter lässt alles ein wenig nach, alles wird beschwerlicher, es kommen viele kleine „Zipperlein“. Die Lebensumstände, die Ernährung und die Aktivitäten sollten art-- und altersgerecht, individuell an das Tier angepasst werden. So geht man vielleicht mit dem 14jährigen Hund nicht mehr auf große Fahrradtour, die alte Katze bekommt eine Kletterhilfe, um auf Ihren Lieblingsplatz zu kommen und das alte Pferd muss nicht mehr jedes Wochenende auf Turnieren Leistungen bringen.
Die großen und kleinen Zipperlein lassen sich recht gut homöopathisch lindern und die Lebensqualität erheblich verbessern. Einige Homöopathika können, sorgsam und individuell ausgesucht, als Tonika eingesetzt werden und unseren Senioren einen schönen Lebensabend ermöglichen.
Häufig kommen in dieser Lebensphase dann noch alterstypische Krankheiten wie Arthrose, Arthritis und rheumatische Beschwerden, Herzerkrankungen, Diabetes und Tumore etc. hinzu.
Hier haben wir es mit miasmatischen Endzuständen zu tun, häufig mit schweren Pathologien (Miasmen können im Laufe des Lebens organische Veränderungen hervorrufen die am Ende des Lebens zu schweren Erkrankungen wie Tumoren oder Diabetes führen können). Wir müssen abwägen, ob eine Heilung, die evtl. eine Rückspulung und das Auftreten alter Symptome bedeutet, noch möglich und der Weg dorthin sinnvoll ist oder ob dem Patienten durch eine palliative Behandlung, die Lebensqualität und häufig Symptom- und Schmerzfreiheit bedeutet, mehr geholfen ist. Die Homöopathie ist in der palliativen Behandlung (Schmerzlinderung) sehr nützlich.