Hatschi, Mieze! - Erkältungen bei Tieren

Welche Folgen haben Erkältungskrankheiten bei Tieren?
Hatschi!“–“Gesundheit!“–“Wie bitte? Ich hab nicht geniest“–“Hm?? Dann war es der Hund, oder wie?“
Es klingt wie eine Idee für Fernseh-Comedy, aber es ist ganz normaler Alltag: auch unsere Haustiere werden vor Infekten der Atemwege wie Schnupfen und Husten nicht verschont und erleiden ähnliche Symptome wie wir Menschen bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt: die Nase trieft, die Augen tränen, Schleimhäute röten sich. Wie bei Menschen kann Schnupfen alleine auftreten oder mit anderen Beschwerden der oberen Atemwege einhergehen.
Häufig haben die Tiere keinen Appetit, da sie geschwächt sind und durch die verstopfte Nase den Geruch der Mahlzeit schlecht wahrnehmen können. Die Lymphknoten im Bereich des Kopfes und die Mandeln können anschwellen und zu Schluckbeschwerden führen. Wie beim Menschen sind auch beim Tier verschiedene Viren für eine Schnupfenerkrankung verantwortlich. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Gesunde Tiere werden über den direkten Kontakt mit einem infizierten Tier beim Beschnuppern und gegenseitigem Belecken oder durch beim Niesen versprühte Tröpfchen angesteckt. Die Infektion kann aber auch durch gemeinsam benutzte Gegenstände wie Eß- und Trinknäpfe erfolgen.
Besonders leicht siedeln sich die Viren auf einer vorgeschädigten Nasenschleimhaut an, wie das z.B. bei trockener Raumluft oder bei Unterkühlung der Fall sein kann. Meist klingt der Schnupfen nach einigen Tagen von alleine wieder ab. Die Viren können sich aber auch von der Nasenschleimhaut auf Rachen, Hals, Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen und über den Nasen-Ohrenkanal ins Mittelohr ausbreiten. Außerdem können sich auf der durch Viren geschwächten Schleimhaut und leicht Bakterien ansiedeln.
Die schulmedizinische Behandlung erfolgt in der Regel symptomatisch und um sogenannte Sekundärinfektionen durch Bakterien vorzubeugen, werden meist Antibiotika verabreicht. Erkältungs- und Schnupfenerkrankungen bei Tieren lassen sich jedoch hervorragend mit homöopathischen Mitteln behandeln.
Übrigens besteht für den Menschen so gut wie keine Gefahr sich bei seinem Haustier mit einer Schnupfenerkrankung anzustecken. Umgekehrt kommt es jedoch recht häufig vor, dass ein erkälteter Mensch sein Haustier anstecken kann.
Eine sehr ernste und schwere Infektionskrankheit ist der sogenannte Katzenschnupfen. Es handelt sich um eine ansteckende Erkrankungen der Schleimhäute der oberen Atemwege bei Katzen. Symptome findet man in Nase, Maulhöhle und Augen. Häufig sind sehr junge oder alte Tiere und Tiere mit geschwächtem Immunsystem betroffen. Verschiedene Viren werden den Katzenschnupfen verantwortlich gemacht.
Schulmedizinisch kann, wie bei der menschlichen Grippe, gegen die wichtigsten auslösenden Viren sowie gegen die Chlamydien vorbeugend geimpft werden. Die Impfung ist jedoch, wie auch die menschliche Grippeimpfung, nicht gegen alle Erreger wirksam und nicht nebenwirkungsfrei. Selbstverständlich ist auch der Katzenschnupfen mit homöopathischen Mitteln gut zu behandeln.
Chronische katarrhalische Zustände der Schleimhäute, wie andauernd trändende Augen, anhaltende Nasenabsonderungen, etc. weisen miasmatisch gesehen auf die Sykose, meist die hereditäre Sykose, hin.