Selten, aber ernst: Grippe (Influenza)

Was ist eigentlich eine echte Grippe? / von HP Tanja Radigk
Influenza nennt man die echte Grippe. Eine Infektionskrankheit, welche durch den Influenza-Virus hervorgerufen wird. Dieser tritt meist epidemisch in den Wintermonaten auf und trifft alle Altersgruppen. Die echte Grippe darf man nicht mit einem grippalen Infekt verwechseln, welcher nur leichte Beschwerden und Symptome bei den Patienten auslöst.
Der Beginn der Influenza ist plötzlich und tritt meist sofort mit starken Symptomen und einem enormen Krankheitsgefühl auf. Dazu zählen Fieber, Schüttelfrost, Kopf –und Gliederschmerzen, Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen, Schnupfen und Schwäche.
Meist ist der Verlauf unkompliziert und die Krankheit klingt nach 4-8 Tagen von alleine ab. Die wirkliche Erholungszeit nach einer Influenza kann manchmal länger dauern, aber sie heilt im Regelfall folgenlos aus.
Die schulmedizinische Therapie besteht aus schmerzlindernden - und fiebersenkenden Maßnahmen. Nur in den Fällen einer sekundären bakteriellen Infektion, sollten Antibiotika eingesetzt werden.
In seltenen Fällen (bei abwehrgeschwächten Patienten )kommt es zu Komplikationen. Dann kann es zu Entzündungen der Bronchien, der Lunge, der Nasennebenhöhlen oder auch zu Entzündungen der Hirnhaut oder des Herzens kommen. Diese schweren Komplikationen sieht man häufig nur bei älteren, schwachen Patienten oder bei Patienten mit Vorerkrankungen. Völlig gesunde Patienten haben diese schweren Folgen nicht zu befürchten. Auch hier spielt die Veranlagung ( Miasma ) eine große Rolle.
Nur bestimmte Patienten mit einer bestimmten Veranlagung zu erkranken, können davon betroffen sein.
Schon Hahnemann schrieb im Organon ( § 194, 195 ) und in den chronischen Krankheiten auf den Seiten 165-168 über die so genannten Nachkrankheiten. Die chronischen Krankheiten entwickeln sich auf dem Boden einer akuten Krankheit. Diese akute Krankheit ist nicht der wirkliche Übeltäter, sondern die darunter liegende Veranlagung für chronische Krankheiten. Es sind sekundäre Prozesse der chronischen Miasmen, welche laut werden und nun für den Patienten zum Problem werden. Deshalb ist das Nichtverschwinden oder das Auftreten von Folgekrankheiten, eine Folge der chronisch miasmatischen Grunderkrankung, die bereits im Organismus existierte.
Die Homöopathie kennt viele Arzneien für die Zustände der akuten Influenza. Genauso gibt es genügend Mittel für deren Folgen. Man kann den Patienten, mit dem richtigen Mittel, meist innerhalb von Stunden Erleichterung bringen.
Sollten sich schwere Folgekrankheiten eingestellt haben, dann braucht man eine gründliche Anamnese, die Aufschluss über den chronischen Zustand des Patienten gibt.
Hier richtet sich die Behandlung dann nach dem gerade aktiven Miasma. Eine völlig individuelle Behandlung des jeweiligen Krankheitsfalles ist dann nötig, um dem Patienten wirklich gerecht zu werden.
Auch sollten unterdrückende Mittel ( meist freikäuflich aus der Apotheke ) nicht genommen werden. Diese könnten schwere Folgen für den Patienten haben. Die Krankheiten werden dann häufig verschleppt und der Körper erst recht dazu veranlasst, schwere Krankheiten zu entwickeln.
Früher gönnte man dem Körper Ruhe und ausreichend Zeit sich zu erholen. Manche alten Weisheiten sind gar nicht so schlecht und sollten auch in den modernen Zeiten, zur Anwendung kommen. Der Mensch mag modern sein, aber der Körper läuft noch wie vor hundert Jahren. Vielleicht wäre das ein guter Vorsatz für das noch junge Jahr: Mehr auf den Körper hören und lernen seine Bedürfnisse zu verstehen. Viel Erfolg, dabei !!



Tanja Radigk ist Heilpraktikerin in Babenhausen bei Darmstadt und Mitarbeiterin der DGMH.