FSME und Borreliose

Wie gefährdet sind wir durch Zecken, FSME und Borreliose?
Aus Radio, Zeitung und Fernsehen wird es wie jedes Frühjahr wieder ersichtlich: die Zecken sind wieder aktiv und bedrohen uns mit Krankheiten. Besonders die FSME (Frühsommermeningoenzephalitis, eine Viruserkrankung, die im schlimmsten Fall zu einer Entzündung des Gehirns und seiner Häute führen kann) und die Borreliose (die ebenfalls zu Nervenerkrankungen, aber auch zu chronischen Schmerzen, Seh- und Empfindungsstörungen, bis zu Lähmungen führen kann) werden durch Zecken übertragen.
Zuerst einige Zahlen und Fakten: der Kreis Offenbach ist „Endemiegebiet“ für FSME. Wodurch wird er dazu?

Wie hoch ist das Risiko, an FSME zu erkranken?
„Kreise gelten als FSME-Risikogebiete aus denen zwischen 1986 und 2005 innerhalb eines Jahres mindestens 2 oder innerhalb einer 5-Jahresperiode mindestens 5 FSME-Erkrankungen gemeldet wurden [Hochrisikogebiet] und die im Zusammenhang mit einer Zeckenexposition in dem betreffenden Kreis stehen (autochthone Fälle)“ (Robert Koch-Institut, 2004).
Im Kreis Offenbach gab es im Jahr 2004 zwei Erkrankungen, von denen ein Patient die Erkrankung möglicherweise aus dem Schwarzwald mitgebracht hat. In den Jahren davor gab es überhaupt keine FSME-Erkrankungen.
Laut Paul-Ehrlich Institut „verläuft die FSME- Erkrankung im Kindesalter im Vergleich zum Erkrankungsverlauf bei Erwachsenen leichter und heilt fast immer ohne Folgeschäden aus. Bleibende neurologische Schäden sind eine Rarität.“
Unter 2000 Zecken ist 1 infiziert. Nach dem Biß einer infizierten Zecker ereignet sich in 60-70% der Fälle nichts, in 20-30% der Fälle treten grippale Symptome auf. In ca. 10% der Fälle kommt es zu einer Beteiligung des Zentralen Nervensystems (Meningitis und Enzephalitis). Unter diesen 10% wiederum kommt es in 90-95% der Fälle zu einer Ausheilung, in 3-10% bleiben Restsymptome zurück, 1-2% verlaufen tödlich.
Fazit: die tatsächlichen Zahlen sind weit weniger bedrohlich als die Berichterstattung glauben macht.

Wie kann man sich schützen?
• Der wichtigste Schutz besteht in der Vermeidung von Zeckenbissen: in der Verwendung von Repellents, dem Tragen langer Hosen und regelmäßigem Absuchen nach Zecken.
• Seit 1976 existiert ein Impfstoff. Dieser hat allerdings, wie jeder Impfstoff, Nebenwirkungen: eine Meningitis tritt beim FSME-Impfstoff sehr häufig auf - durschnittlich bei einer von 1000 Impfdosen. Führt man die drei empfohlenen Impfungen durch, steigt das Risiko stark an. (Martin Hirte, Impfen: Pro& Contra S. 248).

Weitere Nebenwirkungen
•Im Arzneitelegramm wurde 1995 gemeldet, dass die Impfung Schübe von Autoimmunerkrankungen auslösen kann. Auch Fälle von Multipler Sklerose nach Impfung wurden gemeldet (AT Arzneitelegramm Multiple Sklerose nach FSME Impfung AT 19953:32).
Auszüge aus Beipackzetteln:
Encepur Erwachsene FSME-Vaccine Behring
„Allgemeinreaktionen (z.B. Kopfschmerzen, Temperaturerhöhung, Krankheitsgefühl), allergische Reaktionen, Kreislaufreaktionen. Sehr selten Granulom, ausnahmsweise auch mit Serombildung [Knotenartige Gewebsneubildung, evt. mit Flüssigkeit gefüllt]. Selten meningitisähnliche Symptome [Symptome wie bei Hirnhautentzündung]. In Einzelfällen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Aufsteigende Lähmungen bis zur Atemlähmung (Guillain-Barré-Syndrom). Es kann nicht sicher ausgeschlossen werden, dass es bei einer Autoimmunerkrankung (z.B. Multiple Sklerose oder Lupus erythematodes) oder bei entsprechender genetischer Disposition [Veranlagung] in seltenen Fällen nach Impfung zu einem Schub der Erkrankung kommen kann.“
FSME-IMMUN Erwachsene
„Nach der ersten Impfung grippeähnliche Symptome und selten Fieber über 38°C möglich, die in der Regel innerhalb von 24-48 Stunden abklingen. Sehr selten juckender vorübergehender Hautausschlag möglich. Allgemeinerscheinungen wie Kreislaufreaktionen, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Erbrechen, Muskel- und Gelenkschmerzen möglich. Sehr selten Kopfschmerzen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen im Nackenbereich als klinisches Bild eines Meningismus [Hirnhautreizung] (klingen innerhalb von Tagen ohne Folgen ab). Sehr selten Nervenentzündungen unterschiedlichen Schweregrades. Im Zusammenhang mit diesen neurologischen Störungen wurden u. a. Schwindel u. Sehstörungen (z. B. verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit u. Augenschmerzen) beobachtet. Im zeitl. Zusammenhang mit der FSME-Impfung in seltenen Fällen entzündliche Reaktionen des Gehirns. Wie bei jeder Stimulation des Immunsystems ungünstige Beeinflussung einer Autoimmunerkrankung, wie z. B. Multiple Sklerose od. Iridozyklitis möglich.“
In Anbetracht der geringen Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung sollte man abwägen, ob eine Impfung mit ihren Risiken notwendig ist.

Die homöopathische Prophylaxe gegen FSME und Borreliose besteht in einer Gabe Gunpowder C30.