Vom Regen in die Traufe: die Folgen unterdrückter Krankheiten in der Praxis

Beispiele nicht geheilter, sondern unterdrückter Krankheiten beim Menschen.
Was Unterdrückungen in der Theorie bewirken wissen Sie jetzt. Wie verhält es sich aber konkret mit den Patienten, die unter den Auswirkungen einer unterdrückenden Therapie leiden?
Wir dokumentieren ein paar Fälle aus der Praxis, damit leichter zu verstehen ist, warum Unterdrückungen vermieden werden sollten.

Fall 1:
Ein Mädchen bekam gegen eine bestehende Gesichtsakne ein Jahr lang Antibiotika. Plötzlich entwickelte sie innerhalb eines Tages eine Autoimmunhepatitis – das Immunsystem griff die Leber an und es bildete sich eine Entzündung der Leber ohne Bakterien. Die Patientin war gelb und die Leberwerte waren deutlich erhöht. Typisch ist hier, dass ein Hautausschlag unterdrückt wurde und sich eine tiefer liegende Problematik ergab. Die Patientin wurde erfolgreich mit einem homöopathischen Mittel behandelt, dass man bei Unterdrückungen geben kann.

Fall 2:
Aus dem 19. Jahrhundert ist ein klassischer Fall von Unterdrückung dokumentiert. Ein Kind war vom 4. Lebensjahr an taub, die Trommelfelle waren verdickt. Mit 3 Jahren hatte es einen dicken Ausschlag auf dem Kopf, der stark juckte. Unter dem Schorf befand sich Eiter. Das Kind bekam eine Kappe aus Teer, die mit dem Schorf und vermutlich einem Teil der Kopfhaut abgerissen wurde. Darauf wurde zusätzlich Silbernitrat gegeben. Von da an war das Kind taub. Der Therapeut gab dem Kind nach dieser Unterdrückung ein passendes Mittel, das es von der Taubheit heilte.

Fall 3:
Unterdrückungen können auch mit homöopathischen Mitteln erfolgen. Eine Patienti litt unter Hämorrhoiden, die nur bluteten, wenn sie Wasser ließ. Es gibt ein Mittel, das zu diesem Symptom passt. Nach Verabreichung dieses Mittels hörten die Blutungen auf, dafür ging es der Patientin allerdings psychisch schlagartig sehr schlecht. Sie kannte sich mit Homöopathie ein wenig aus und nahm ein Pfefferminzbad. Die ätherischen Öle stoppten die Mittelwirkung (das ist allerdings nicht immer der Fall), die Hämorrhoiden bluteten wieder und die Psyche besserte sich.
Hier hätte man das Mittel nicht nach einem einzigen Symptom aussuchen dürfen. Man muss immer das gesamte Krankheitsgeschehen im Blick behalten, was Aufgabe eines Therapeuten ist.

Dieser letzte Fall macht deutlich, dass ein Laie mit der Selbstmedikation überfordert sein kann. Wenn sich eine Verschlechterung einstellt, sollte man so bald wie möglich den Therapeuten konsultieren. Für Laien ist es wichtig zu wissen, was Unterdrückungen sind und was sie anrichten können.