Tier-Kinderkrankheiten

Die Rolle von Krankheiten bei Tierkindern.
Es gibt auch bei Tieren Erkrankungen, die in der Regel bei Jungtieren auftreten und beim erwachsenen Tier nur selten vorkommen.
Ob diese die gleiche Funktion wie Kinderkrankheiten beim Menschen haben ist leider noch nicht erforscht. Kinderkrankheiten sind das genetische Reparaturprogramm der Lebenskraft. Es wäre interessant einmal eine Studie anzufertigen, ob Tierkinder nach überstanden (Tierkinder-) Krankheiten ebenso wie Menschenkinder Entwicklungsschübe durchmachen. Wenn dies so ist, stellt sich die Frage, nach welchen Erkrankungen dies geschieht.
Die meisten Infektionskrankheiten dieser Art bei Tieren werden jedoch in recht frühem Alter von etwa 8 Wochen durch Impfungen verhindert.
Eine Erkrankung, die auf einen miasmatischen Hintergrund bei „Tierkinderkankheiten“ hinweist, ist die bei Hunden auftretende Staupe. Sie tritt vorwiegend im Alter von drei bis sechs Monten auf und fällt in die Zeit des Zahnwechsels. Der Erreger der Staupe ist dem Masernvirus ähnlich. Es handelt sich in beiden Fällen um Morbilliviren aus der Familie der Paramyxoviridae. Bei Infektionen durch den Wildvirus bleibt eine lebenslange Immunität, genau wie bei den Kinderkrankheiten. Geimpfte Tier dagegen können trotzdem erkranken.
Interessanterweise gehört auch das Rinderpestvirus zu den Morbilliviren aus der Familie der Paramyxoviridae. Die durchgemachte Krankheit hinterlässt auch hier eine lebenslange Immunität.
Spannende Untersuchungen wurden in Amerika durchgeführt. Dort stellte man schon 1962 fest, dass Kinder nach einer Masernerkrankung auch Antikörper gegen Hundestaupe besitzen. Versuchsweise wurden nun Hunde mit Masernimpfstoff geimpft. In der mit dem Masernimpfstoff geimpften Gruppe kam es bei 60 % der Tiere, in der gegen Staupe geimpften Gruppe bei 20% der Tiere zu einem Masernausschlag. 20 % der gegen Masern geimpften Welpen reagierten mit Fieber.(siehe „Kritische Analyse der Impfproblematik“ von Anita Petek, Aegis-Verlag)
Die Staupe junger Hunde ist miasmatisch, wie auch die Masern der Kinder, der Pseudopsora mit syphillitschem Stempel zuzuordnen. Durch Impfung ausgelöste Staupeerkrankungen sind dem Miasma der Vakzinose bzw. der iatrogenen Erkrankungen zuzuordnen.