Ein Problem in aller Munde

Gesundheitsrisiko Amalgam / von HP Nathalie Baranauskas
Amalgam ist einer der ältesten und gleichzeitig einer der umstrittensten Werkstoffe in der Zahnheilkunde. Lange „in aller Munde“ wird dieses Material leider auch heute noch - teils aus Unwissenheit - teils aus Kostenersparnis vom Zahnarzt verwandt. Der Gesetzgeber gibt vor, bei Kindern unter 6 Jahren, Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und bei Schwangeren auf Amalgam zu verzichten.
Amalgamfüllungen (bestehend aus 50 % Quecksilber und 50 % Legierungspulver aus Zinn, Silber, Kupfer und Zink) setzen im Grunde ständig Metallgifte frei (Beweise: Speicheltests).
Das Quecksilber aus diesen Füllungen geht keine feste Verbindung mit den übrigen Metallen des Zahnamalgams ein und kann so durch heiße und saure Speisen sowie durch die mechanischen Vorgänge beim Kauen aus den Amalgamfüllungen freigesetzt werden. Übrigens: Wer viele Amalgam-Füllungen hat und unablässig Kaugummis kaut, der kann seine Quecksilberbelastung um das Zehn- bis Zwanzigfache steigern. Damit erreicht er Werte, wie sie sonst nur bei Industriearbeitern gemessen werden, die mit dem Schwermetall Kontakt haben. Bereits nach wenigen Minuten erscheint es im Blut, wo es zu einer messbaren Erhöhung des Quecksilberspiegels führt. Es kann sich anschließend im Organismus (insbesondere in Leber und Niere) einlagern und dadurch zu giftbedingten (chronischen) Erkrankungen führen.
Eine weitere Möglichkeit durch Zahnmaterialien zu erkranken, besteht darin, dass sozusagen eine ungewollte Arzneimittelprüfung durchgemacht wird. So wie die Homöopathen seit ca. 250 Jahren die Wirkung ihrer Arzneien prüfen, indem sie feststellen, welche Krankheitssymptome im psychischen wie im körperlichen auftreten, wenn die Prüfsubstanz einem gesunden Menschen über einen längeren Zeitraum in kleinster Dosierung verabreicht wird. Da die Amalgamkrankheit meist schleichend beginnt, wird sie vom Patienten mit seinen lange zuvor gesetzten Amalgamfüllungen nicht in Verbindung gebracht.
Für diese Erkrankung gibt es jedoch kein Schema, d.h. die Betroffenen können auf ganz unterschiedliche Weise reagieren. Homöopathisch gesehen reagiert nämlich jeder Betroffene mit seinem individuellen „Schwachpunkt“. Die Leiden reichen von Kopfschmerzen über Asthma, Rheuma, Depressionen, Hauterkrankungen bis zu Autoimmunerkrankungen.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die hereditäre Amalgambelastung. Hat etwa die Mutter eines Kindes bereits während der Zeugung Spuren von Amalgam eingelagert, kann sich dies auf das Kind auswirken. Amalgam kann sogar zu Unfruchtbarkeit führen.
Oft führt der für seinen Träger schädliche Zahnersatz zur Krankheit eines Organs oder des gesamten Organismus. Erkennbar wird dies allerdings meist nur mit Hilfe einer ganzheitlichen Anamnese, die auch den Zahn- und Mundbereich einschließt.
Wenn Krankheitssymptome bestehen und eine Quecksilberbelastung allergischer oder toxischer Art nachgewiesen ist, sollte Amalgam dringend entfernt werden. Dies geschieht im besten Falle „Schritt für Schritt“, keinesfalls jedoch während oder kurz vor einer Schwangerschaft oder während einer akuten Erkrankung. Um die Belastung durch das Herausbohren zu minimieren, sollte möglichst ein Tuch, einen sog. „Kofferdam“ in den Mund eingebracht werden. Zusätzlich sollte man Amalgam nur mit einem langsam drehenden Bohrer entfernen lassen, da durch zu schnelles Entfernen vermehrt Quecksilberdämpfe entstehen.
Amalgamvergiftungen können (unter Beachtung der Symptomatik und Miasmatik) homöopathisch behandelt werden.