Schwangerschaftsbegleitung mit Homöopathie

Schwangerschaftsbegleitung mit Homöopathie / von HP Nathalie Baranauskas

Kinderwunsch, Planung und jetzt Schwangerschaft, ja, es hat geklappt! Glücklich und zufrieden fühlt sich die Schwangere und möchte alles dafür tun, dass es dem kleinen Ungeborenen gut geht und dass es bereits im Mutterleib schon wohl behütet aufwächst. Die Homöopathie bietet hier eine geeignete Methode zur Behandlung von aufkommenden Beschwerden - sie kann sowohl akut - als auch chronisch für die Behandlung der Schwangeren und des Ungeborenen angewendet werden. Die Bandbreite lässt hier nichts aus, angefangen von üblichen Erkältungskrankheiten der werdenden Mutter, wie Schnupfen, Husten, Heiserkeit bis hin zu den bekannten Schwangerschaftsbeschwerden. Diese reichen von Schlafstörungen, Wassereinlagerungen, bis hin zu Krampfadern, Kopfschmerzen usw. Nicht selten sind Schwangere gerade in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten von Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen geplagt. Hier wird zwischen leichteren Formen und der extremen Schwangerschaftsübelkeit (Hyperemesis gravidarum) unterschieden. Diese ausgeprägte Form des Schwangerschaftserbrechens zeigt sich in sehr häufigem Übergeben, so dass Betroffene schließlich keine Nahrung oder auch Getränke bei sich behalten können. Sie verlieren an Gewicht und sind ihren Alltagsaufgaben verständlicher Weise schlichtweg nicht mehr gewachsen. Ferner kann es durch die gesteigerte Hormonbildung während der Schwangerschaft auch zu starken Gemütsschwankungen der werdenden Mutter kommen.

Bei all diesen Schwangerschaftsbeschwerden kann die Homöopathie gute Dienste leisten.
Nicht zu vergessen, dass die homöopathische Behandlung während der Schwangerschaft eine genauso individuelle, chronische Behandlung, wie eine herkömmliche darstellt. Die Frau wird auch hier - wie immer in der Homöopathie - ganzheitlich betrachtet, d.h. alle Symptome müssen in die Auswahl des Mittels mit einbezogen werden. Dazu zählen z.B. die geänderten Essgewohnheiten, Schlafgewohnheiten und die einzelnen Beschwerden - wann bessern oder verschlechtern sie sich? Eine sorgfältige Anamnese ist also unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Alle Symptome müssen zusätzlich vom Therapeuten zusammengetragen werden. Erst dann kann ein eigens für die Patientin herausgesuchtes Mittel verabreicht werden. Ganz wichtig ist hier wieder der miasmatische Hintergrund, welche Erkrankungen gab es schon vor der Gravidität oder auch bei den Großeltern? Hier geben dem Therapeuten spezifische Symptome oder Erkrankungen Aufschluss. Zum Thema Miasmatik möchte ich noch folgendes erklären: Die Menstruation gilt als „Ventil“, als eine Art Ausscheidungsfunktion und findet in Zeiten der Schwangerschaft natürlicher Weise nicht statt. Sie wird also auf natürliche Weise „unterdrückt“. Es kann dann während dieser Zeit zu einem „Auflodern“ eines bereits bestehenden, aber bis dahin ruhenden Miasma kommen. Eine Frau, die z.B. lange Zeit an einem Ausfluss litt, oder früher einmal Warzen hatte, kann dann während einer Schwangerschaft plötzlich wieder einen Ausfluss hervorbringen, oder neue Warzen an früher einmal da gewesenen Hautstellen entwickeln. Homöopathisch ist dies als sehr positiv zu werten, weil sich sozusagen an anderer Stelle ein „Ventil“ öffnet, damit sich der Körper von gewissen Dingen entledigen kann. Die Schulmedizin neigt eher dazu, dies zu ignorieren. Noch schlimmer: Es werden Forschungen betrieben, wie man die Monatsblutung, die als lästig empfunden wird, so unterdrücken kann, dass sie monatelang überhaupt nicht mehr auftritt (zum Thema Unterdrückungen siehe Newsletter 33). Aber nicht nur bei Schwangerschaftsbeschwerden, sondern auch bei der Geburt selbst und bei der Behandlung des Neugeborenen kann die Homöopathie gut angewandt werden. Einige Hebammen bieten hier gezielte Geburtsvorbereitung mittels homöopathischer Mittel an. Es sollte auf keinen Fall der Fehler begannen werden, sich homöopathisch selbst zu therapieren. Homöopathie ist Individualtherapie! Es ist zwar eine sanfte Heilweise, aber sie wirkt auch sehr tief greifend und kann daher bei falscher Anwendung auch Schaden anrichten.