Eins ist klar: nichts ist klar!

Fragen zur Impfung – und keine Antworten / von HP Tanja Radigk
Viele Informationen strömen täglich auf uns ein und nicht alle sind klar und leicht zu verstehen. Das aktuelle Thema der “Schweinegrippe” hat uns alle fest im Griff (oder hoffentlich nicht).
Am 26. Oktober wurde mit der Impfung für bestimmte Risikogruppen begonnen. Hier gibt es eine Art Reihenfolge – zuerst medizinisches Personal, dann Schwangere, danach chronisch Kranke usw.
Das halte ich für fragwürdig, sind Schwangere per se eine Risikogruppe und wenn ja, warum?
Jede Schwangere achtet in dieser Zeit gerne etwas mehr auf ihre Gesundheit und nimmt keine Medikamente ein, die nicht wirklich sein müssen. Jeder Beipackzettel wird genau gelesen, um kein Risiko einzugehen. Im Beipackzettel des aktuellen Grippeimpfstoffs steht: „Begrenzte Daten über Impfungen bei Schwangeren ergeben keine Anzeichen auf nachteilige Wirkungen für Mutter und Kind“. Nun, wie viele sind „begrenzte Daten“? Das wüsste der Verbraucher ja vielleicht gerne.
Wie viele schwangere Frauen haben sich im Vorfeld freiwillig zur Verfügung gestellt und wie sahen „keine nachteilige Wirkungen“ bei den Probanden aus ?
Liebe Leser, Sie sehen, auch ich habe zu diesem Thema viele Fragen.

Auch werden Injektionsflaschen für die Mehrfachimpfung geliefert. Diese Impfstoffe enthalten das Quecksilberhaltige Konservat Thiomersal. Das wurde eigentlich aus den meisten Impfstoffen verbannt und nun wieder eingesetzt. Warum eigentlich und werden vielleicht die Schwangeren erst dadurch zur Risikogruppe?
Alles in allem scheint der Einsatz der Impfung bei Schwangeren und Stillenden völlig harmlos und empfehlenswert (laut Beipackzettel des Herstellers ). Aus Mangel an Beweisen hierzu kann alles auch ganz anders sein. Also, was klar ist, ist: die Sachlage ist unklar. Da das Thema Impfungen schon lange kontrovers diskutiert wird, halte ich jetzt auch nichts davon, so zu tun, als ob es hierzu keine Fragen mehr gäbe.
Fazit: Die offiziellen Behörden und selbst die Bundesregierung erklären die Impfung für unbedenklich bei Schwangeren und Stillenden.

Nun eine Überlegung dazu aus Sicht des Homöopathen:
Auf Beipackzetteln homöopathischer Arzneien gibt es Warnhinweise für die Behandlung bei Schwangeren und Stillenden.
Dort findet man folgenden Text: „Da keine ausreichenden dokumentierten Erfahrungen vorliegen, sollte das Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.“
3000 homöopathische Kollegen und viele erfahrene Hebammen könnten hier bestimmt Licht ins Dunkel bringen. Sicher wäre es sinnvoll, hier die Studienlage zu verbessern und die Erfahrungen unserer homöopathischen Kollegen in einer Metastudie auszuwerten. Leider gibt es aber von der Bundesregierung schon seit 1999 keine finanzielle Unterstützung mehr für Studien im Bereich der Komplementärmedizin. Zudem sind Studien an Schwangeren ohnehin ethisch meist nicht zu rechtfertigen. Da geht es den Impfstoffherstellern nicht anders als den Homöopathen.

Was ich mit diesem Artikel sagen will: die Nutzen-Risiko-Abwägung im Gesundheitswesen ist manchmal nur schwer nachzuvollziehen. Impfungen mit mehr oder weniger bekannten Zusatzstoffen werden trotz mangelhafter Studienlage als harmlos und empfehlenswert eingestuft, während homöopathische Mittel (die ja eigentlich nichts bewirken, wenn man Kritikern glauben will) bedenklich sind und die Anwendung bei Schwangeren genauer Überprüfung bedarf.
Liebe Leser, seit über 200 Jahren gibt es Impfungen und die Homöopathie. Zu beiden Themen gibt es ausreichend Meldungen über deren Wirkungen und Nebenwirkungen.
Bitte lassen Sie sich nie fragwürdige Thesen einfach so überstülpen. Denken Sie ganzheitlich!