Jetzt kommt's raus: Warzen!

Warzen, ihre miasmatische Betrachtung und Behandlung
Warzen sind immer wieder ein beliebtes Thema in der homöopathischen Therapie. Es gibt so genannte „homöopathische“ Tinkturen zum äußerlichen Betupfen, aber auch innerlich anzuwendende homöopathische Mittel, die nach so genannten bewährten Indikationen verschrieben werden, wie z.B. bei Warzen Thuja (das wohl am meisten verordnete Mittel bei Warzen).
Zum ersten Punkt: eine Tinktur, die äußerlich bei Warzen anzuwenden ist, ist homöopathisch keine korrekte Therapie. Hahnemann lehnte äußere Anwendungen bei Erscheinungen auf der Haut ab (wenn es sich nicht gerade um Verletzungen handelt). Er hielt örtliche Behandlungen nur in absoluten Ausnahmefällen für angebracht - allerdings nur unter der Anleitung eines erfahrenen Homöopathen.
Wie schon beim Thema Unterdrückungen im Newsletter 6 (Dez 06) erwähnt, stellen äußerliche Erscheinungen einen Spiegel für die im Inneren des Organismus stattfindende Krankheit dar. Sie sind ein Alarmsignal. Solange die äußere Erscheinung vorhanden ist, weiß man, dass die Krankheit im Inneren weiterläuft.
Wird das Symptom äußerlich behandelt (etwa durch „homöopathische“ Tinkturen zum Betupfen), weiß man nicht, ob die Erkrankung im Inneren weiter besteht oder mit geheilt wurde.
Warzen sind immer ein Zeichen eines im Organismus bestehenden Miasmas (mehr zu den Miasmen auf www.dgmh.org) – also einer tieferen, chronischen Störung. Dabei ist es egal, um welche Art Warze es sich handelt: Dornwarzen, Feigwarzen, so genannte Alterswarzen, Stielwarzen usw. Alle stehen für chronische Miasmen, die es zu behandeln gilt.
Findet man die richtige Arznei, die homöomiasmatisch wirkt, verschwindet auch die Warze und ist geheilt – nicht unterdrückt. Das heißt nicht, dass man – da homöopathisch – lange auf Erfolg warten muss, sondern es gibt Fälle, bei denen man den Erfolg innerhalb ein bis zwei Wochen sehen kann. Wobei dies immer vom Individuum abhängig ist und auch davon, wie lange diese Warze besteht.
Da die jeweiligen Warzen nur auf dem Boden des entsprechenden Miasmas entstehen, sind auch die neuen Impfungen (HPV-Impfung z. B. „Gardasil“) kritisch zu betrachten. Denn auch mit der Impfung wird das ohnehin schon vorhandene Miasma seinen Lauf nehmen. Sie schützt nicht vor den Folgen des Miasmas - auch wenn sie das Auftreten einer Feigwarze z.B. verhindern kann – die Krankheit im Inneren geht weiter!
Warzen sind, da sie immer miasmatischen Ursprungs sind, nichts für die Selbstbehandlung. Zumal Thuja nicht das Allheilmittel für Warzen ist; es gibt noch viele andere Mittel, die ebenso gut wirken (je nach ursächlicher Grundlage ausgewählt). Eine homöopathische Warzentherapie gehört immer in die Hand eines erfahrenen Homöopathen, der sich mit den zugrunde liegenden Miasmen auskennt und die entsprechenden Mittel einzusetzen weiß.