Gut Ding will Weile haben

Reaktionszeit bei Tieren / von Tier-HP Christine Stroop

Viele Tierbesitzer sind erstaunlicherweise der Meinung die Homöopathie wirke generell nur langsam. Dies ist allerdings keineswegs der Fall, vorausgesetzt, das Mittel passt.
Wie schnell eine homöopathische Behandlung jedoch zum Erfolg führt und wie schnell der Patient wieder gesund ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
In der Regel gilt: je kürzer die Erkrankung besteht, desto schneller geht die Heilung von statten. Die Art der Erkrankung spielt hierbei allerdings auch eine Rolle. Bei langwierigen chronischen Krankheiten wird der Weg zur Genesung in der Regel länger Zeit beanspruchen als bei akuten Störungen. Bei akuten Erkrankungen wirkt das passende Mittel oft sehr rasch, in manchen Fällen sogar schon in wenigen Minuten.
Wie schnell ein homöopathisches Mittel wirkt, hängt natürlich auch von dem jeweiligen Organismus des Tieres ab, das erkrankt ist, und von der individuellen Art und Weise wie der Organismus funktioniert. Manche meiner tierischen Patienten brauchen einen Globulus („Globuli“ ist die Mehrzahl und bedeutet: mehrere Kügelchen) nur zu „sehen“ und schon passiert etwas, andere brauchen wiederholte Gaben bis eine Reaktion zu bemerken ist. Sicherlich spielt auch das Alter manchmal eine Rolle und jüngere und ältere Tiere reagieren durchaus unterschiedlich.
So kann z.B. ein akuter Brechdurchfall schon nach der ersten Gabe des passenden Mittels aufhören, jedoch eine monatelang bestehende Verdauungsstörung durchaus einige Wochen und wiederholte Gaben zur Ausheilung benötigen.
Oft geht es jedoch überraschend schnell. So war ich kürzlich bei einem Hausbesuch und mir wurde eine junge weiße Schäferhündin vorgestellt. Laut Besitzerbericht trat das Tier tags zuvor mit dem linken Hinterlauf überhaupt nicht mehr auf und auch heute sei es nicht wirklich besser. Bei meinem Eintreffen wurde der Hinterlauf zwar belastet, jedoch hinkte das Tier stark, belastete das Bein nicht und hatte offensichtlich Schmerzen. Die Besitzerin erzählte, die Hündin sei zwei Tage vorher recht wild umher getobt und dann am nächsten Tag, gestern, überhaupt nicht mehr aufgetreten. Die Hündin bekam ein eine Gabe XXX C200 sofort und am nächsten Tag noch zwei Gaben von der Besitzerin. Da die Hündin auch einen Kurs in der Hundeschule besucht, sich aber die nächsten Tage etwas schonen und nicht toben sollte, besprach ich mit der Besitzerin den nächsten Hundeschulenbesuch übermorgen ausfallen zu lassen. Am übernächsten Tag stand die glückliche Besitzerin mit einem putzmunteren Hund in der Hundeschule. Von Hinken keine Spur mehr. Trotzdem wurde darauf geachtet, dass die Hündin die nächsten Tage nicht zu wild umhersprang.
So schnell kann Homöopathie wirken.
Einige „Blitzheilungen“ habe ich am eigenen Leib erfahren. So war z.B. nach einem Wespenstich nach einer einzigen Gabe von XXX 200K (nein, es war nicht Apis!) nach ein paar Minuten der Schmerz verflogen, nach ca. drei Stunden noch nicht mal mehr eine Schwellung und kaum mehr Rötung zu sehen und am nächsten Tag absolut nichts mehr zu sehen oder zu spüren.