Fluor – nur das Beste für mein Kind?

Was in der Zahn-Schulmedizin so gang und gäbe ist / Von Heilpraktikerin Patricia Wolf

Es fängt beim Entlassungstag nach der Geburt des Kindes im Krankenhaus an: Eine Kinderkrankenschwester übergibt die kleinen Tablettchen mit dem Hinweis, wie sie einzunehmen sind und wie wichtig sie für die späteren Zähnchen seien, der Mutter ohne weitere Informationen (so erging es zumindest mir Ende letzten Jahres und so, erfahre ich in der Praxis, ist es ein gängiges Vorgehen).
Sinn der Fluor-Gaben soll die Bekämpfung von Zahnkaries sein.
Homöopathisch gesehen ist für die Entstehung von Zahnkaries nicht Fluormangel oder irgendwelche Bakterien die Ursache, sondern das zugrunde liegende Miasma mit der hinzukommenden schlechten bzw. nicht ausgewogenen Ernährung und der mangelnden Zahnhygiene. Ist das dafür verantwortliche Miasma sehr stark, kann es auch trotz guter Ernährung und ausreichendem Zähneputzen zu Zahnkaries kommen. In solchen Fällen sieht man auch in der Familie oft viele Fälle von schlechten Zähnen, woran man sehen kann, dass hier eine erbliche Schwäche vorliegt.
Die Schulmedizin verweist nun darauf, dass man über Zusatzgaben von Fluor (in Form der kleinen Tabletten, als Zusatz in Zahnpasta oder in Speisesalz) auf die Stabilität der Zähne einwirken kann.
Fluor ist ein so genanntes kumulatives Gift; d.h. wird zuviel im Körper aufgenommen, wird das „Zuviel“ nicht ausgeschieden, sondern im Körper angereichert, so dass es nach und nach, bei ständiger Fluor-Aufnahme (über Speisesalz, Zahncreme usw.) zu einer schleichenden Fluorvergiftung kommen kann.
Fluor ist zudem ein Stoff, der zwar die Zahnsubstanz und auch die Knochen härter machen kann, aber mit dem Preis einer nachlassenden Elastizität und somit mit einer gesteigerten Knochenbrüchigkeit bzw. Abbröckeln der Zahnsubstanz.
Durch eine übermäßige Fluorzufuhr kann es zu einer so genannten Dentalfluorose (Zahnschmelzveränderung) in Form von kreideweißen, gelblichen oder braunen Flecken und zu einer Sklerosierung (Verhärtung) der Knochen sowie zur Verkalkung von Muskel- und Sehnenansätzen kommen. Bei der schweren Form der Zahnfluorose können regelrechte Löcher entstehen; im schlimmsten Fall geht der gesamte Zahnschmelz mit der Zeit verloren.
Was passiert nun meist in der Zahnarztpraxis bei solchen Fällen? Die Löcher werden gesäubert und ordentlich gefüllt und es wird teils (bei kleineren Schäden) extern mit Fluor bepinselt und zu einer fluorhaltigen!! Zahncreme geraten, um den Zahnschmelz zu härten!!! Aber es wird doch äußerst selten, wenn überhaupt, danach gefragt, ob eventuell zuviel Fluor eingenommen wurde…
In meiner Praxis hatte ich schon öfters Fälle von Patienten, die „trotz“ Fluorprophylaxe in Form von Tabletten bzw. in Zahncremes starke Karies aufwiesen.
Bei gesunder Ernährungsweise wird ausreichend Fluor über die Nahrung aufgenommen. In folgenden Nahrungsmitteln ist Fluor vermehrt zu finden: Mineralwasser, Nüsse (insbesondere Walnüsse), Bohnen Kakaopulver, Weizenbrot, Erbsen, Haferflocken, Champignons, Obst (in unterschiedlicher Stärke), Schwarztee (hier sehr viel), Lachs, Leber, Niere, Käse (in unterschiedlicher Stärke), Eier, Fleisch (in unterschiedlicher Stärke), Hecht, Forelle, Milch und Joghurt.
Von der externen Fluorzufuhr ist abzuraten, da man gar nicht wissen kann, ob wirklich ein Fluormangel vorliegt.
Die Anlage zu guten oder schlechten Zähnen liegt in unseren Genen und man kann über eine miasmatisch homöopathische Behandlung darauf einwirken.
Daher ist es wichtig, wenn man von einer solchen Veranlagung (wie auch bei allen anderen erblichen Veranlagungen) weiß, frühzeitig beim Kind mit einer homöopathischen Behandlung einzuwirken - am besten schon in der Schwangerschaft.
Aber auch bei bereits bestehender Karies kann man mit der Homöopathie viel zur weiteren Zahnstabilität beitragen.