Schepper

Fall-Management

Seminar mit
Dr. Luc de Schepper
7. und 8. November 2009
Frankfurt/Main


Dr. Luc de Schepper, Homöopath und Dozent, ist Hunderten von Studenten als brillanter und inspirierender Dozent und Tausenden von Patienten als sanfter und mitfühlender Heiler bekannt. Er hat jahrelang diverse Texte Hahnemanns studiert, wie etwa die 4., 5. und 6. Auflage des Organons, die „Chronischen Krankheiten“, die „Pariser Falldarstellungen“ und viele weniger bekannte Werke des großen Meisters. Schon bald nach seinem Medizinstudium in seiner Heimat Belgien, begann er 1971 das Studium der Homöopathie als Teil eines PhD-Programms (Promotionsprogramms) in Akupunktur. Er studierte auch bei Robin Murphy und am britischen Institut für Homöopathie, wo er das meiste dadurch lernte, dass er tausende Journale der alten Meister las. Dr. Luc de Schepper begann 1981, nachdem er in die Vereinigten Staaten gezogen war, mit der klassischen Homöopathie in seiner ganzheitlichen Praxis in und setzt sie seit 1991 ausschließlich ein. Sein „Renaissance Institut of Classical Homeopathy“ bietet eine professionelle Ausbildung zum healthcare professional an.

Dr. Schepper widmet einen Teil seiner Zeit der Unterstützung der Armen in Entwicklungsländer und gedenkt, damit bis zum Ende seines Lebens fortzufahren. Er hat eine Privatpraxis in Pacific Palisades, Kalifornien.

Dr. Luc de Schepper wird bei unserem Seminar im November über Probleme beim Fall-Management vortragen. Nachdem die erste Verordnung vorgenommen wurde, ist es häufig nicht so leicht, zu entscheiden, wann ein Mittelwechsel oder ein Potenzwechsel vorgenommen wird. Hier wird Dr. Schepper die Möglichkeiten erläutern. Er orientiert sich sehr an Dr. Hahnemann, bezieht die Miasmen mit ein und zitiert gerne das Organon. Manchmal helfen aber auch die unterschiedlichen Ansätze, die wir kennen, bei der nächsten Verordnung nicht weiter. In diesen Fällen finde ich persönlich seinen Ansatz der „zentralen Wahnidee“ spannend. Dr. Schepper hat sich intensiv mit C. G. Jung befasst. Dieses Studium brachte ihn dazu, sich mit dem selten verwendeten Repertoriumskapitel „Wahnidee“ zu befassen. Er dachte eigentlich, dass er mit diesem Kapitel fast nie arbeiten würde, weil er nur selten Patienten mit Wahnideen haben würde. Nun fand er aber einen alternativen Weg zur Similefindung, der dieses Kapitel sehr wohl nutzt. Wer diesen Zugang nicht kennt, sei einfach offen und lasse sich überraschen. Wichtig ist allerdings auch aus seiner Perspektive, dass dieser Ansatz nicht alleine verwendet wird, sondern zum Gesamtbild passen muss. In dieser Hinsicht arbeitet Dr. Schepper sehr klassisch.
Desweiteren wird Dr. Schepper uns Fälle aus seiner Praxis vorstellen, um das Gelernte zu vertiefen.

Dr. med. Sybille Freund (Vorsitzende der DGMH)